
Der Col de la Croix de la Serra: Der geheime Balkon des Haut-Jura
, Von Thierry Bourgarel, 3 min Lesezeit

, Von Thierry Bourgarel, 3 min Lesezeit
Entdecken Sie den Col de la Croix de la Serra (1.049 m). Eine legendäre 14 km lange Auffahrt ab Saint-Claude, berühmt für ihre spektakulären Haarnadelkurven und den atemberaubenden Blick auf den Chapeau de Gendarme. Ein Muss für Radfahrer im Jura.
Wenn Sie im Jura unterwegs sind, gibt es Anstiege, die sowohl Geist als auch Beine prägen. Der Col de la Croix de la Serra (manchmal auch Col de Désertin genannt) gehört dazu. Mit einer Höhe von 1.049 Metern ist er die wilde Verbindung zwischen dem Tal von Saint-Claude und den Hochplateaus des Jura.
Egal, ob Sie ein reiner Kletterer auf der Suche nach Höhenmetern oder ein Radreisender sind, der Panoramen liebt – dieser Pass ist eine unverzichtbare Etappe Ihrer nächsten Tour im Département 39.
Der Start erfolgt in der Stadt Saint-Claude, berühmt für ihre Pfeifen und Diamanten. Doch schon beim Verlassen der Stadt erwartet Sie ein ganz anderer Schatz.
Das Profil: Die Auffahrt über die RD 124 erstreckt sich über etwa 14 Kilometer.
Die Steigung: Mit einem Durchschnitt von etwa 5 bis 6 % ist es nicht der steilste Pass Frankreichs, aber seine Länge macht ihn zu einem hervorragenden Ausdauertest. Es ist ein gleichmäßiger Anstieg, der es ermöglicht, ein gutes Tempo zu finden, ohne durch extreme Steigungen aus dem Rhythmus gebracht zu werden.
Die Landschaft: Sie fahren mitten durch Kalkfelswände und Tannenwälder, die typisch für das Jura-Gebirge sind.
Einige Kilometer vor dem Gipfel der Croix de la Serra durchqueren Sie einen der meistfotografierten Orte im Jura: die Serpentinen von Septmoncel.
Die Straße klammert sich buchstäblich an die Felswand. Wenn Sie den Blick heben (oder über die Schulter schauen), sehen Sie den berühmten „Chapeau de Gendarme“, eine geologische Besonderheit, bei der sich die Gesteinsschichten spektakulär falten. Der atemberaubende Blick ins Tal von Saint-Claude ist schlichtweg schwindelerregend.
Einmal an der Croix de la Serra (1.049 m) angekommen, tauchen Sie in eine andere Welt ein. Die Luft kühlt ab, das Tal verschwindet und Sie gelangen auf die weiten Hochplateaus des Haut-Jura, Richtung Lajoux oder Les Moussières.
Das ist das ideale Terrain für Gravel oder Langstreckenradfahren. Die Straßen sind ruhig, der Horizont weitet sich und das Freiheitsgefühl ist total.
Das Jura-Wetter: Über 1.000 Meter kann sich das Wetter blitzschnell ändern. Auch wenn die Sonne in Saint-Claude scheint, sollten Sie immer eine Windjacke für die Abfahrt oder für den Fall von Wolken am Gipfel dabei haben.
Sicherheitsbeleuchtung: Die Straße zwischen Saint-Claude und Septmoncel führt durch einige enge Passagen und scharfe Kurven, wo die Sicht durch den Schatten der Felsen eingeschränkt sein kann. Ein intelligentes Rücklicht wird dringend empfohlen, um von Autofahrern gut gesehen zu werden.
Empfohlenes Übersetzungsverhältnis: Ein 34x28 oder 34x30 ist ideal, um geschmeidig zu fahren und die Landschaft zu genießen, ohne „in den roten Bereich“ zu geraten.
Der Col de la Croix de la Serra ist nicht nur eine Zahl auf der Karte, sondern ein sinnliches Erlebnis. Zwischen der Anstrengung des Aufstiegs, der Frische der Tannen und dem atemberaubenden Blick auf die gefalteten Felsen verkörpert er das Wesen des Jura-Radsports.
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